“Die Wegwerfkuh” von Tanja Busse – Wie unsere Landwirtschaft Tiere verheizt, Bauern ruiniert, Ressourcen verschwendet und was wir dagegen tun können.

Sie nennen es Effizienz – doch in Wahrheit ist es ein System gigantischer Verschwendung.

Die deutsche Landwirtschaft produziert immer mehr Milch, Fleisch und Eier in immer kürzerer Zeit. Die Effizienz scheint ihr bestes Argument zu sein. Nur mit den Methoden der Agrarindustrie könne man neun Milliarden Menschen ernähren, behaupten deren Anhänger.

Doch diese Hochleistungslandwirtschaft ist eine Verschwendungs- und Vernichtungslandwirtschaft . Sie erzeugt Milchkühe, die – bei einer natürlichen Lebenserwartung von zwanzig Jahren – schon nach drei Jahren im Melkstand geschlachtet werden. Sie werden zu einer so hohen Milchproduktion getrieben, dass sie krank und unfruchtbar werden.

Gleichzeitig können die meisten Bauern nicht mehr autonom handeln, weil sie abhängig und hoch verschuldet sind. In der Geflügelmast verkaufen wenige große Konzerne Küken, Futter und Medikamente an die Landwirte und nehmen ihnen nach der Mast die schlachtreifen Hühner ab. Die Preise bestimmen die Unternehmen – die Stallkosten und das Risiko für die Aufzucht tragen die Bauern, die sich trotzdem der Logik der Industrie beugen.

In ihrem neuen Buch Die Wegwerfkuh belässt Tanja Busse es nicht bei der schonungslosen Kritik der Missstände und Abhängigkeiten, sondern zeigt auch Wege zu einer nachhaltigen Landwirtschaft auf.

“Die Wegwerfkuh ist für bewusste Konsumenten interessant, die hinter die Kulissen der Agrarwirtschaft schauen wollen.”

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Agrarausschuss lehnt Antibiotika-Antrag ab

Berlin: (hib/EIS) Die Reduzierung des Einsatzes von Antibiotika in der Tierhaltung ist im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft vorläufig vom Tisch. Ein Antrag (18/3152) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen wurde vom Ausschuss mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD gegen das Votum der Fraktion Die Linke und Grüne nicht zur Annahme empfohlen.

-> Pressemitteilung Deutscher Bundestag <-

Antibiotika in der Landwirtschaft

Antibiotika dürfen – gerade bei Tieren, von denen Lebensmittel gewonnen werden – nur eingesetzt werden, wenn dies therapeutisch notwendig ist.

Antibiotika sind das wichtigste Instrument zur Behandlung von bakteriellen Infektionskrankheiten. Jedoch nehmen auch in Deutschland die Fälle von Antibiotika-Resistenzen zu. Dadurch können Medikamente bei erkrankten Menschen oder erkrankten Tieren ihre Wirkung verlieren. Da jeder Einsatz von Antibiotika letztlich die Resistenz fördern kann, muss sichergestellt sein, dass Antibiotika gerade bei Tieren, von denen Lebensmittel gewonnen werden, nur dann eingesetzt werden, wenn sie unbedingt erforderlich sind.

-> Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft <-

DBU-Generalsekretär Dr. Heinrich Bottermann äußert sich im Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung zum Thema Dispensierrecht für Tierärzte

In Berlin haben Experten von Bund, Ländern und Veterinärmedizin jüngst eine Art Burgfrieden in Sachen Dispensierrecht geschlossen. Außer in NRW soll daran festgehalten werden, trotz der Kritik einiger Fachleute, trotz anderslautender Wünsche der EU. Wie ist die Position der DBU?

-> Quelle: dbu >-

Sind die Tierärzte schuld an hohem Antibiotikaeinsatz?

Machen die deutschen Tierärzte bei der Abgabe von Antibiotika aus Profitstreben gemeinsame Sache mit einigen Schweinehaltern? Diese Frage wirft Renate Werner in ihrer ZDF-Zoom Reportage „Gefahr aus dem Stall“ auf.

-> Quelle: topagrar <-
-> Quelle:ZDFmediathek <-

Tierärztliches Dispensierrecht

Recht des Tierarztes

Ein approbierter Tierarzt darf apotheken- und verschreibungspflichtige Arzneimittel
- zur Anwendung an von ihm behandelte Tiere vom Großhandel oder Hersteller beziehen (§ 47 Abs. 1 Nr. 6 AMG)
- an den Halter von ihm behandelter Tiere abgeben (§ 43 Abs. 4 und 5 AMG)
- zur Anwendung an von ihm behandelte Tiere in einer tierärztlichen Hausapotheke selber herstellen (§ 13 Abs. 2 Nr.3 AMG, § 21 Abs. 2 Nr. 4 AMG) und lagern (TÄHAV §9)

-> Quelle: wikipedia <-

Vegane Lebensweise verbreiten, Massentierhaltung abschaffen.

»Eine Vision ohne Aktion ist nur ein Tagtraum«, soll der Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela gesagt haben. Hier stellt die Albert-Schweitzer-Stiftung ihre Vision und die Strategie zu ihrer Realisierung vor. Zur Abgrenzung: Während eine Vision langfristige Ziele enthält, geht es in der Strategie um die Umsetzung in den nächsten Jahren.

-> Weitere Informationen hier <-

Daten und Fakten über Tiere und Nahrungsmittel

Fragen Sie sich auch manchmal, woher die Steaks, Würstchen oder Burger kommen, die Sie gelegentlich verspeisen? Und selbst wenn Sie es wüssten, könnten Sie dann sagen, unter welchen Umständen und mit welchen Folgen das Fleisch für Ihre Mahlzeit produziert wurde?

Den Fleischatlas finden Sie hier: 140108_bund_landwirtschaft_fleischatlas_2014

Daten und Fakten über Acker, Land und Erde

Boden scheint unerschöpflich. Er ist einfach da. Unter unseren Füßen. Unter den Feldern, dem Gras und den Bäumen. Wir leben von und auf dem Boden, aber wir schenken ihm kaum Beachtung. Wer denkt schon beim Essen an den Boden, auf dem fast alle unsere Lebensmittel gedeihen?

Den Bodenatlas finden Sie hier: 150108_bund_landwirtschaft_bodenatlas_2015

Tierärzte und BUND fordern „Bundesagentur Antibiotika“ und Abschaffung von Medikamentenrabatten

Berlin 16. Januar 2015: Zur Reduzierung des Verbrauchs von Antibiotika in der Nutztierhaltung haben der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Gesellschaft für Ganzheitliche Tiermedizin (GGTM) von der Bundesregierung die Einrichtung einer zentralen „Bundesagentur Antibiotika“ gefordert. Aufgabe einer solchen Behörde müsse sein, den zu hohen Antibiotika-Einsatz und dessen negative Auswirkungen auf die Gesundheit von Menschen und Tieren zu bekämpfen.

Pressemitteilung hier: Pressemitteilung_BUND_150116