Leserbrief zur Demo-Berichterstattung der Celleschen Zeitung am 02.09.2013

Die friedliche Demonstration in Wietze für eine bäuerliche Landwirtschaft und gegen eine agrarindustrielle Massentierhaltung dürfte wohl nur der Anfang gewesen sein. Was das Atommülllager in Gorleben für AKW Gegner ist, könnte der Mega-Schlachthof in Wietze für die Gegner von Massentierhaltung und Umweltverseuchungen werden.

Es gibt Gesetze mit einer Legalität, bei denen jeder verständige Mensch erkennen kann, dass sie von unverantwortlichen Lobbyinteressen gesteuert sind.

Mich erinnert der Schlachthof-Hochsicherungstrakt mit Wachdienst, Spürhunden und Videokameras an ein vergangenes Grenzsicherungssystem in Deutschland. Die Arbeitsplätze an der innerdeutschen Grenze gibt es heute nicht mehr. Das bedauere ich ausdrücklich nicht. Genausowenig werde ich es bedauern, wenn diese kalten Arbeitsplätze bei Rothkötter wegfallen.

Es ist eine Frage der Zeit, dass die “moderne” Massentierhaltung aus ethischen und umweltpolitischen Gründen genauso verschwinden wird, wie die Todesschüsse an der früheren innerdeutschen Grenze nach der Wiedervereinigung.

Helmut Kähler

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