Wir haben es satt

– so das Motto der Großdemonstration in Berlin zur Grünen Woche am 22. Januar 2011

Auch die BILA hat sich mit 15 Mitgliedern an der Demo beteiligt.

Samstagmorgen sind wir in Eicklingen um 07:30 Uhr in die von der Bürgerinitiative Wietze organisierten Busse eingestiegen. An dieser Stelle nochmals ganz herzlichen Dank an die Organisatoren der BI-Wietze. Mit drei Bussen besetzt mit ca. 120 Gleichgesinnten sind wir pünktlich zur Demoauftakt-Veranstaltung am Berliner Hauptbahnhof angekommen. Auf dem Bahnhofsvorplatz hatten sich schon tausende Demonstranten eingefunden.

Demobericht von Christina Petersen – www.proVieh.de
24.01.2011: Ein Strom von tausenden Menschen, unzähligen Plakaten, Kostümen, Umzugswagen und Traktoren schlängelt sich langsam durch die Straßen von Berlin – begleitet von Trillerpfeifen, Musik, Rufen und Trommeln. Am Samstag, den 22.01.2011 haben Bauern, Verbraucher, Imker, Umwelt- und Tierschützer in Berlin für eine grundlegende Reform in der Agrarpolitik, die Abkehr von der industrialisierten Landwirtschaft und besseren Verbraucherschutz demonstriert.

Die Veranstaltung wurde von 120 Bauern- und Umweltverbänden, Bürgerinitiativen gegen Massentierhaltung und Gentechnik sowie von Eine-Welt-Gruppen getragen. Rund 22.000 Teilnehmer reisten mit 60 Bussen, Zügen und über 50 Traktoren aus dem gesamten Bundesland an und zogen gemeinsam unter dem Motto: „Wir haben es satt – Nein zu Gentechnik, Tierfabriken und Dumpingexporten“ vom Berliner Hauptbahnhof zur Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor. PROVIEH war als einer der 120 Trägerverbände vor Ort und hat mit großen Schildern und Plakaten auf die Missstände in der industrialisierten Intensivtierhaltung aufmerksam gemacht. Unsere Legehenne „Betty“ war dabei ein besonders beliebtes Motiv bei Fotografen und Kamerateams.

Die bisher größte Demonstration dieser Art wäre vor ein paar Jahren vermutlich noch undenkbar gewesen. Doch nicht zuletzt wegen der häufigen Lebensmittelskandale fangen immer mehr Verbraucher an, mitzudenken und sich aktiv für eine bäuerliche und ökologisch-nachhaltige Landwirtschaft einzusetzen. Dazu gehört auch die Abkehr von der Gentechnik sowie die Umlenkung oder Streichung von Subventionen für die Agrarindustrie. Auch steigt das Bewusstsein dafür, dass die europäische Agrarpolitik verheerende Auswirkungen auf die Entwicklungsländer hat, denn durch unsere Dumping-Exporte zerstören wir die einheimischen Märkte. Die Zukunft liegt in der tiergerechten Haltung und Fütterung mit einheimischem Getreide und Eiweißfutter ohne Gentechnik – dafür setzen wir uns auch weiterhin ein!


















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