Einladung zur Mitgliederversammlung am 07. Juni 2012

BILA demonstriert in Berlin

Die BILA – Bürgerinitiative Lachendorf für Tier- und Umweltschutz  e.V. nimmt gemeinsam mit TeilnehmerInnen der Bürgerinitiativen Flotwedel und Wietze am 21. Januar 2012 an der vom  Bündnis “Meine Landwirtschaft“ anlässlich der Grünen Woche organisierten Großdemonstration unter dem Motto “Wir haben es satt! Bauernhöfe statt Agrarindustrie“ teil. “Meine Landwirtschaft“ ist eine von über 40 Organisationen aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt-, Tier- und Verbraucherschutz sowie der Entwicklungszusammenarbeit getragene Kampagne, die sich für eine Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik engagiert.

Zusatzstoffe in der industriellen Nahrungsmittelherstellung, Dioxin-Beimischungen im Tierfutter, der zügellose Antibiotikaeinsatz in der Massentierhaltung, resistente Keime in Lebensmitteln und in Krankenhäusern gefährden zunehmend unser aller Gesundheit. Aktuell wird die deutsche Öffentlichkeit durch die Medien darüber informiert, dass die Mehrzahl von Hähnchenfleisch-proben aus Supermärkten mit resistenten Keimen belastet ist http://www.bund.net/antibiotika-resistenzen . Brutstätten für resistente Keime sind nicht nur Krankenhäuser, sondern vielmehr die Massentierhaltung. Massentierhaltung ist ohne massiven Einsatz von Antibiotika nicht möglich http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/pdfs/landwirtschaft/20120108_landwirtschaft_antibiotika_intensivhaltung_hintergrund.pdf . Keime können über die Stallabluft kilometerweit verbreitet werden. Gerade das abgelaufene Jahr hat mit Todesfällen (EHEC-Erreger, Babys in Bremer Klinik), ausgelöst durch resistente Keime, die Öffentlichkeit aufgeschreckt. “Wir haben es satt!“ – es ist an der Zeit, Veränderungen zu fordern. Demonstrieren Sie mit uns für einen Systemwechsel in der Agrarpolitik.

Für die Anreise zur Demonstration stehen am 21.01. bequeme, von der Bürgerinitiative Wietze organisierte Reisebusse zur Verfügung. Die Rückreise findet noch am selben Tag statt. Kurzentschlossene können sich noch anmelden unter bila-info@t-online.de. Die Kosten für die Fahrt belaufen sich auf insgesamt 20 Euro pro Person.

Nähere Informationen siehe unter:

http://www.wir-haben-es-satt.de/

http://www.meine-landwirtschaft.de/

Kommunalwahl 2011

Die BILA hat die Parteien und Wählergemeinschaften zur Kommunalwahl zu folgenden Themen befragt:

Ostermarkt-Wienhausen am 09. und 10.04.2011

Informationsstand der Bürgerinitiativen für Tier- und Umweltschutz

Die Besucher des Ostermarktes in Wienhausen konnten sich an unserem Informationsstand über das Thema Massentierhaltung und über die aktuell geplanten Vorhaben zur Errichtung neuer Hühnermastställe ( www.bi-flotwedel.de ) durch Landwirte der Region informieren.
In vielen Gesprächsrunden an den Standtischen und am Rande des Informationsstandes haben Bürgerinnen und Bürger ihr großes Interesse an dem Thema gezeigt. Immer wieder wurde die große Betroffenheit über die zunehmende Qualzucht in der modernen Nutztierhaltung zum Ausdruck gebracht.
410 Bürgerinnen und Bürger haben sich mit ihrer spontanen Unterschrift gegen die Massentierhaltung ausgesprochen und unserer Forderung nach einem Stopp solcher nicht artgerechten Haltungsformen angeschlossen.



Wir haben es satt

– so das Motto der Großdemonstration in Berlin zur Grünen Woche am 22. Januar 2011

Auch die BILA hat sich mit 15 Mitgliedern an der Demo beteiligt.

Samstagmorgen sind wir in Eicklingen um 07:30 Uhr in die von der Bürgerinitiative Wietze organisierten Busse eingestiegen. An dieser Stelle nochmals ganz herzlichen Dank an die Organisatoren der BI-Wietze. Mit drei Bussen besetzt mit ca. 120 Gleichgesinnten sind wir pünktlich zur Demoauftakt-Veranstaltung am Berliner Hauptbahnhof angekommen. Auf dem Bahnhofsvorplatz hatten sich schon tausende Demonstranten eingefunden.

Demobericht von Christina Petersen – www.proVieh.de
24.01.2011: Ein Strom von tausenden Menschen, unzähligen Plakaten, Kostümen, Umzugswagen und Traktoren schlängelt sich langsam durch die Straßen von Berlin – begleitet von Trillerpfeifen, Musik, Rufen und Trommeln. Am Samstag, den 22.01.2011 haben Bauern, Verbraucher, Imker, Umwelt- und Tierschützer in Berlin für eine grundlegende Reform in der Agrarpolitik, die Abkehr von der industrialisierten Landwirtschaft und besseren Verbraucherschutz demonstriert.

Die Veranstaltung wurde von 120 Bauern- und Umweltverbänden, Bürgerinitiativen gegen Massentierhaltung und Gentechnik sowie von Eine-Welt-Gruppen getragen. Rund 22.000 Teilnehmer reisten mit 60 Bussen, Zügen und über 50 Traktoren aus dem gesamten Bundesland an und zogen gemeinsam unter dem Motto: „Wir haben es satt – Nein zu Gentechnik, Tierfabriken und Dumpingexporten“ vom Berliner Hauptbahnhof zur Abschlusskundgebung am Brandenburger Tor. PROVIEH war als einer der 120 Trägerverbände vor Ort und hat mit großen Schildern und Plakaten auf die Missstände in der industrialisierten Intensivtierhaltung aufmerksam gemacht. Unsere Legehenne „Betty“ war dabei ein besonders beliebtes Motiv bei Fotografen und Kamerateams.

Die bisher größte Demonstration dieser Art wäre vor ein paar Jahren vermutlich noch undenkbar gewesen. Doch nicht zuletzt wegen der häufigen Lebensmittelskandale fangen immer mehr Verbraucher an, mitzudenken und sich aktiv für eine bäuerliche und ökologisch-nachhaltige Landwirtschaft einzusetzen. Dazu gehört auch die Abkehr von der Gentechnik sowie die Umlenkung oder Streichung von Subventionen für die Agrarindustrie. Auch steigt das Bewusstsein dafür, dass die europäische Agrarpolitik verheerende Auswirkungen auf die Entwicklungsländer hat, denn durch unsere Dumping-Exporte zerstören wir die einheimischen Märkte. Die Zukunft liegt in der tiergerechten Haltung und Fütterung mit einheimischem Getreide und Eiweißfutter ohne Gentechnik – dafür setzen wir uns auch weiterhin ein!


















Antibiotika-Kontrollen wirkungslos

http://www.ndr.de/info/programm/sendungen/reportagen/antibiotika119.html

Ablösung Grotelüschens mit Abkehr von der Agrarindustrie verbinden

Pressemitteilung der AbL

Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft  e.V.
Landesverband Niedersachsen

Mc Allister und Lindemann – neuer Kurs oder nur Kosmetik?

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) appelliert an Niedersachsens Ministerpäsidenten Mc Allister, die Ablösung von Agrarministerin Grotelüschen nun auch mit einer deutlichen Abkehr von der Agrarindustrie zu verbinden. “Neben einem Personal-  ist auch ein Politik-Wechsel angesagt – zugunsten mittelständischer bäuerlicher Betriebe, ohne Einsatz von Gentechnik,  mit artgerechter Tierhaltung und mit mehr regionaler Vermarktung”, so AbL-Sprecher Eckehard Niemann.

Auf den Nachfolger Grotelüschens werde die AbL vorurteilsfrei zugehen. Gert Lindemann komme anders als seine Vorgängerin nicht direkt aus der Geflügel- und Agrarindustrie-Lobby. Er sei der AbL als versierter agrarpolitischer Taktiker bekannt, der Land und Agrarministerium aus seiner früheren Tätigkeit als Ministerialbeamter genau kenne. Dabei habe Lindemann allerdings als „graue Eminenz“ den agrar-politischen Kurs des „Anheizens von verschärftem Strukturwandel und Agrarindu-strialisierung zugunsten von Großagrariern“ maßgeblich mit bestimmt. Auch als Staatssekretär im Bundesagrarministerium habe Lindemann diesen Kurs im Interesse der niedersächsischen Bauernverbands-Spitze weiter verfolgt – bis ihn CSU-Agrarministerin Aigner unter dem Druck bäuerlicher süddeutscher Wähler deshalb schließlich entlassen musste.

Es komme nun auf den agrarpolitischen Kurs von Ministerpräsident Mc Allister an. Leider sei damit zu rechnen, dass die Landesregierung nach kurzer Schamfrist die enge Liaison mit der Agrarindustrie und der mit ihr eng liierten Bauernverbands-Führung fortführen werde: mit einer systematischen Überproduktion von Agrargütern, einer zweifelhaften „Exportoffensive“ zugunsten großer Schlachterei- und Molkereikonzerne, zu Lasten gedrückter Erzeugerpreise hierzulande und ruinierter Landwirte in den Hungerländern. Auch die Ausrichtung der schwarz-gelben Landesregierung auf Massentierhaltung, Qualzucht und Gentechnik schade den Bauern, dem ländlichen Raum, der Umwelt, den Verbrauchern und den Tieren.

„Alle Politiker und Parteien sind gut beraten“, so Niemann, „die wachsende gesellschaftliche Bewegung von immer mehr Bürgern, Bauern und Wählern gegen eine solche Agrarpolitik ernst zu nehmen.“ Niedersachsen müsse sich im Bundesrat für einen Gentechnik-Stopp, für mehr Rechte für Milchbauern und für eine sozial- und umweltverträgliche EU-Agrarpolitik zugunsten von Bauern statt von Großagrariern einsetzen. Die Landesregierung müsse die vom Landkreis Emsland und anderen Landkreisen eingeforderten Keim- und Brandschutzgutachten für Großmastanlagen nun endlich auch landesweit vorschreiben und bis zu deren Vorlage einen Genehmigungsstopp zu verhängen. Die angekündigte „Tierschutzoffensive“ dürfe nicht Kosmetik bleiben, sondern müsse eine artgerechte Haltung auf bäuerlichen und ökologischen Höfen durchsetzen.

Pressesprecher:
Eckehard Niemann, Varendorferstr.24, 29553 Bienenbüttel
Tel.: 0151 – 11 20 16 34,
Mail: eckehard.niemann@freenet.de

www.wir-haben-es-satt.de

Nein zu Gentechnik, Tierfabriken und Dumping-Exporten

Demonstration am Samstag, 22. Januar 2011 in Berlin

12 Uhr Hauptbahnhof, Washingtonplatz

Abschlusskundgebung und Rock for Nature am Brandenburger Tor

Während der Messe „Grüne Woche“ in Berlin treffen sich am 22. Januar 2011 Landwirtschaftsminister aus aller Welt und internationale Agrarkonzerne auf Einladung der Bundesregierung. Das Ziel von Monsanto, Müller Milch, BASF und Co.: die Industrialisierung der Landwirtschaft voran zu treiben. Das heißt: Gentechnik, Tierfabriken und Dumping-Exporte. Die Agrarkonzerne wollen für Gen-Saat, Agro-Chemie und Industrie-Food grenzenlose Märkte und weitere Milliarden-Subventionen. Sie wollen Agrarfabriken statt Bauernhöfe – überall. Dies alles unter dem Deckmantel den Welthunger und den Klimawandel zu bekämpfen. Unterstützt werden sie dabei von Kanzlerin Merkel und ihrer Bundesregierung.

Diese Agrarpolitik haben wir satt!

Nein zur Landwirtschaftspolitik von EU und Bundesregierung!

  • Sie fördert die Gentechnik-Industrie.
  • Sie zerstört unsere Umwelt und die biologische Vielfalt.
  • Sie zerstört lokale Märkte und schafft Hunger in Entwicklungsländern.
  • Sie macht krank, erlaubt Tierquälerei und mästet Agrarindustrie.
  • Sie schafft unmenschliche Arbeitsbedingungen auf Plantagen, in Ställen und Schlachthöfen.
  • Sie macht Lebensmittel zu Agro-Sprit und heizt den Klimawandel weiter an.

Wir wollen:

  • gentechnikfreie, gesunde und fair produzierte Lebensmittel
  • eine bäuerlich ökologische Landwirtschaft in Europa und weltweit
  • eine tiergerechte und klimaschonende Landwirtschaft

Wir fordern von Merkel, Aigner und Barroso, von Berlin und Brüssel:

  • Ausstieg aus der Agro-Gentechnik – sofort!
  • Kein Patent auf Leben!
  • Stopp der Subventionen für industrielle Tierhaltung!
  • Stopp der Milchseen und Fleischberge! Stopp von Dumping-Exporten in Entwicklungsländer!
  • Stopp der Spekulationen mit Lebensmitteln!
  • Faire Marktregeln für bäuerlich ökologische Landwirtschaft weltweit!
  • Wir fordern eine neue, gerechte Agrarpolitik – in Deutschland und Europa!
  • Politik über unsere Köpfe hinweg war gestern. Jetzt entscheiden wir über unser Essen.
  • Ja zu bäuerlich ökologischer Landwirtschaft weltweit!

Download als PDF

Demoaufruf

Liebe BILA-Mitglieder,

mit diesem Aufruf möchten wir Sie dafür gewinnen, am 22. Januar 2011 bei einer wichtigen Demonstration in Berlin dabei zu sein. Unter dem Motto

„Wir haben es satt – Nein zu Gentechnik, Tierfabriken, Dumping-Exporten“

haben sich 19 Organisationen zusammengetan, um ein eindrucksvolles Zeichen für eine bäuerliche Landwirtschaft und die Abkehr von Agrarfabriken zu setzen. Wir werden mit tausenden Menschen anlässlich der Grünen Woche in Berlin demonstrieren. Zum ersten Mal gehen die starken bundesweiten Bewegungen gegen Gentechnik, Megaställe und für einen fairen Agrarhandel zusammen auf die Straße. Denn wir haben ein gemeinsames Ziel: eine ökologische, bäuerliche Landwirtschaft und gesunde, fair produzierte Nahrungsmittel.

Weitere Informationen zu der Demonstration finden sich auf der Internetseite:

www.wir-haben-es-satt.de

Die Bürgerinitiative Wietze organisiert zur Zeit die Busfahrt nach Berlin. Wir hätten die Möglichkeit, dort mitzufahren. Die Fahrtkosten für den Bus würden sich bei einem voll besetzten Bus auf etwa 10 € pro Person belaufen.
Bitte melden Sie sich möglichst schnell bei mir unter der bekannten E-Mail: bila-info@t-online.de an. Nach Feststellung der Teilnehmerzahl und Abstimmung mit der BI-Wietze werde ich dann einen genauen Ablaufplan versenden. Wir stellen uns vor, in Eicklingen zuzusteigen. Die Demo beginnt um 12:00 Uhr, sodass wir vermutlich gegen 07:30 Uhr in Eicklingen sein müssten. Die Rückfahrt findet am selben Tag vermutlich in den Abendstunden statt.
Über eine rege Beteiligung würden wir uns sehr freuen.

Vorstand der
Bürgerinitiative Lachendorf
für Tier- und Umweltschutz e.V.

Rothkötter: Suche nach dem Mega-Mäster

Pressemitteilung zum Artikel der CZ vom 12.11.2010 (PDF ansehen)

Der Vorstand der BILA – Bürgerinitiative Lachendorf für Tier- und Umweltschutz e.V. – verurteilt auf das Schärfste den Versuch der Rothkötter-Gruppe unter dem Deckmantel der landwirtschaftlichen Privilegierung eine Anlage für 400.000 Masthühner zu errichten und zu betreiben oder betreiben zu lassen.

Das verdeckte Anwerben hiesiger Landwirte als „Strohmänner“ zum Bau von Mega-Mastanlagen hat die BILA angesichts der Diskussion um Vorrangflächen befürchtet. Wenn man sieht, wie schwer es dem Rothkötter-Konzern fällt,  Vertragsmäster zu Hungerkonditionen zu finden, darf man davon ausgehen, dass es sich bei dem Anwerbeversuch um keinen Einzelfall handelt.

Landwirte, die bereit sind, ihren Mitbewohnern eine derartige Mega-Mastanlage
zuzumuten, setzen den sozialen Frieden im Dorf aufs Spiel. Der Umfang des Protestes der Anwohner gegen einen solchen Mega-Betrieb lässt sich erahnen. Das hat der unbekannt bleibende Landwirt sehr richtig erfasst. Wir sind sicher: die große Mehrheit der Bewohner unserer Dörfer lehnt „Landwirtschaft“ in derart industrialisiertem Maßstab ab. So etwas gehört nicht in die Nähe von Dörfern, in denen auch zukünftig Menschen leben wollen.

Der Landkreis Celle und das Land Niedersachsen sollten ihren Subventionsempfänger Rothkötter, dem sie mittlerweile etwa 7 Millionen Euro  zugesagt haben, kompromisslos stoppen. Es wäre ein Skandal, wenn Rothkötter mit Hilfe von Steuergeldern unseren ländlichen Raum ruinieren würde.

Die Genehmigungsbehörden müssen – nach dem Vorbild des Landkreises Emsland – endlich auch Gutachten zur Keimverbreitung und für die Rettung der Tiere im Brandfall fordern. Offensichtlich muss auch in jedem Einzelfall geprüft werden, ob tatsächlich ein örtlicher Landwirt eine „landwirtschaftliche Privilegierung“ in Anspruch nehmen kann oder ob nicht tatsächlich ein Großkonzern dahintersteckt.

Wir jedenfalls werden nicht billigen, wie Rothkötter unser schönes Celler Land auf Emsland-Niveau bringen will. Widerstand ist erste Bürgerpflicht.

15.11.2010
BILA-Bürgerinitiative für Tier- und Umweltschutz e.V.
Klaus-Jörg Oppermann (Vorsitzender)
Am Kiebitzmoor 35
29331 Lachendorf
Tel. 0151 14 84 26 83